Capsaicin – der Stoff, der jeden zum Weinen bringt

28. Mai 2009 | Keine Kommentare

Das Ziel eines jeden Lebewesens, sowie jeder Pflanze, ist die Fortpflanzung. Für alle Möglichkeiten, die dieses Ziel behindern könnte, hat die Natur einen Abwehrmechanismus entwickelt.Bei Nüssen entspricht dieser der Schale, die unterschiedliche Härten aufweist. Bei Chilis ist es die Schärfe!
Säugetiere empfinden diese meist als schmerzhaft, wodurch der Verzehr vermieden, bzw. ausgeschlossen wird. Die eigentliche „brennende“ Substanz in der Chili-Schote ist das so genannte Capsaicin. Die Wirkung dieses Stoffs ist vielfältig und zeichnet sich u.a. durch eine Hemmung von Pilzinfektionen aus.
Warum aber wird bei Verzehr die Schärfe der Chili als ein Gefühl von „Brennen“ empfunden? In Wahrheit basiert dieses Gefühl auf einem thermischen Schmerz. Dies bedeutet konkret, dass das Gehirn durch die Geschmacksknospen das Signal erhält, Flammen im Mund zu haben. Um dies überlisten zu können, gibt es einen Trick, der bei regelmäßigen Chili-Essern häufig Anwendung findet: Üben! Denn so werden die Rezeptoren geschult, die fehlgeleiteten Informationen umzudeuten und damit das schmerzhafte Gefühl weitestgehend zu unterbinden.
Woher stammt aber der unterschiedliche Schärfegrad bei Chilis? Da die schärferegulierende Substanz Capsaicin ist, liegt auf der Hand, dass es an der Dosierung liegt. Je dominanter diese ist, desto mehr Schärfe liegt vor.
In Mitteleuropa sind die Geschmäcker allerdings eher als mild zu bezeichnen-was an den Chili Züchtungen erkennbar ist. Auch in Deutschland haben diese wenig bis kein Capsaicin. Ist dies der Fall, spricht man von einer gewöhnlichen Paprika.
In südamerikanischen Ländern, wie Mexiko, enthalten manche Chili Sorten hingegen so viel  Capsaicin, dass selbst der Hautkontakt zu Irritationen führen kann.

Werbung

Werbung

Kommentar hinterlassen

 

CAPTCHA-Bild
*