Teil 2: Die Aussaat

Kommen wir nun zu einem der wichtigsten Punkte bei der eigenen Zucht von Chili-Pflanzen: Der Aussaat. Hier können viele vermeidbare Fehler gemacht werden, die sich negativ auf den Erfolg auswirken können.

Der richtige Zeitpunkt

In unseren Breitenlagen sollte die Aussaat relativ früh, also im Januar oder Februar erfolgen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Früchte erst reif werden, wenn es draußen schon wieder kälter wird.

Standort

Chilis und Paprikas mögen es hell und warm. Das kann bereits bei der Aussaat beachtet werden, ein Südfenster ist ideal. Aber Achtung bei der Verwendung von Mini-Gewächshäusern: Auch wenn es draußen kalt ist, können bei Sonnenschein im Gewächshaus sehr hohe Temperaturen entstehen. Dann sollte etwas zwischen Gewächshaus und Scheibe gestellt werden, so dass etwas Schatten entsteht. Die Temperatur sollte max. 30 Grad betragen.

Aussaat

Bevor ich die Samen aussähe, lege ich sie 24 Stunden in Wasser oder abgekühlten Tee. Der Tee soll Keime abtöten und eine höhere Keimrate zur Folge haben.

Als Erde verwende ich spezielle Aussaaterde (gibts in den meisten Baumärkten), in die der Samen etwa 1 cm tief eingebracht wird. Die Aussaaterde ist nährstoffarm, was eine gute Wurzebildung zur Folge hat. Bitte verwendet keine Torfquelltöpfe, die haben bei mir die Angewohnheit, schnell zu schimmeln. Außerdem wachsen die Pflanzen bei mir darin langsamer.

Bis zur Keimung wird die Erde feucht (nicht nass!) gehalten. Bitte darauf achten, dass sie nie komplett austrocknet, das wäre tödlich für die Samen. Wer kein Zimmergewächshaus verwendet, sollte die Töpfe mit Klarsichtfolie abdecken. Dies sorgt für bessere Regulierung der Luftfeuchte. Bitte die Folie aber nicht direkt auf die Erde legen, es muss schon etwas Luft dazwischen bleiben.

Die Temperatur sollte nun bei ca. 25 Grad liegen. Dann erfolgt die Keimung in 1 bis 2 Wochen. Bei der Temparatur kann man beispielsweise durch eine Heizmatte und eine Zeitschaltuhr nachhelfen.

Alternative Aussaatmethode

Neben der oben beschriebenen Methode, die Samen direkt in die Erde zu geben, hat sich bei mir eine weitere Methode bewährt:

Ich gebe die Samen in etwas feuchte Watte und stecke sie locker in Klarsichtbeutel. Diese kommen an eine warmen Platz. Nach ein paar Tagen keimen dann die Samen. Erst dann werden sie von mir in die Erde gegeben. Dabei aber sehr vorsichtig und behutsam vorgehen, damit die empfindlichen Keimlinge nicht verletzt werden!

Ihre ersten Pflanzen keimen? Herzlichen Glückwunsch, lesen Sie im nächsten Teil, was nun zu beachten ist.

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