Teil 3: Keimung und weitere Kultivierung

Herzlichen Glückwunsch: Ein schwieriger und wichtiger Teil der Chili Anzucht ist geschafft und Ihre ersten Pflanzen keimen. Erfahren Sie nun, wie es bis zur Ernte weitergeht.

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Die ersten Tage

In den ersten Tagen und Wochen nach der Keimung ist nichts besonderes zu beachten. Die Pflanzen müssen regelmäßig feucht gehalten werden und sollten auf jeden Fall im Gewächshaus bzw. unter Folie verbleiben. Der Standort muss hell und warm sein. Stehen die Pflanzen (auch später!) zu dunkel, kann es sein, dass sie “vergeilen”, also zwar hoch wachsen, aber nur wenige Seitentriebe ausbilden. Düngen und Umtopfen sind nicht notwendig, da erstmal ein entsprechendes Wurzelwerk augebildet werden muss.

Zum ersten Mal umtopfen

Sobald die Pflanzen genügend Wurzeln ausgebildet haben, was man meist daran erkennen kann, dass die Wurzeln unten aus den Töpfen herauswachsen, ist der Zeitpunkt zum Umtopfen erreicht. Die Chili-Pflänzchen sind dann meist so 10 cm hoch. Waren mehrere Pflanzen in einem Top oder in einer Schale, kann der Zeitpunkt schon früher erreicht sein, da sonst die Wurzeln ineinander wachsen und sie sich später schlecht trennen lassen.

Die Töpfe sollten natürlich größer sein, als die bisherigen Gefäße, aber noch nicht das endgültige Gefäß darstellen. Ich nehme meist 10 cm-Töpfe. Als Erde verwende ich Marken-Blumenerde, gemischt mit etwas Sand (zur Auflockerung des Bodens).  In diese werden vorsichtig die Chili-Pflanzen eingesetzt, dabei ist übermäßiges Verletzen der jungen Wurzeln zu vermeiden. Nun sollte man sie wässern und ihnen ein paar Tage Ruhe gönnen.

Abhärten

Damit die Pflanzen robuster werden, benötigen sie Bewegung. Sollen sie später draußen auf dem Balkon oder im Garten stehen, ist auchm die langsame Gewöhnung an das Sonnenlicht unbedingt erforderlich. Bewegung erreicht man beispielsweise, in dem die Pflanzen in die Nähe eines Ventilators gestellt werden (bitte nicht mit voller Pulle auf die Pflanzen pusten lassen ;-)). Die Stämme werden dadurch dicker und stabiler. Ansonsten können sie, sobald es draußen etwas wärmer ist, auch einige Zeit nach draußen gestellt werden. Dabei mit kurzen Phasen beginnen und langsam steigern, bis sie irgendwann (wenn es nachts keinen Frost mehr gibt) komplett draußen stehen können. Darauf achten, dass die Blättern von der Sonne nicht verbrannt werden, der notwendige UV-Schutz muss von den Chilis erst aufgebaut werden.

Düngen

Ab dem ersten Umtopfen sollten die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden. Dazu verwende ich normalen Tomatendünger, den ich nach Anleitung auf der Verpackung anwende.

In endgültige Gefäße topfen

Nach einigen Wochen werden die Planzen auch für ihr Zwischengefäß zu groß sein. Dann können sie in ihr endgültiges Behältnis, einen großen Topf, in Kübel oder auch Eimer mit Löchern unten drin (eine der kostengünstigsten Töpfe). Die Mischung der Erde bleibt bei Blumenerde mit Sand. Zusätzlich kommt ein Bambusstab mit in den Topf, an dem die Pflanze festgebunden wird.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, die Pflanzen dauerhaft nach draußen zu stellen – eine entsprechende Abhärtung und dauerhaft Temperaturen über 0 Grad vorausgesetzt. Ich stelle sie sonnig, aber vor zu viel Wind und Regen geschützt auf den Balkon.

Im Normalfall wächst die Pflanze nun und wird nach einigen Wochen Blüten  bekommen und Früchte tragen. Mehr dazu im nächsten Teil.

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