Geschrieben am 22. August 2009 von Dennis
Als weiteres Produkt aus dem Scovilla-Shop, stelle ich heute die Dragonfire Extreme Hot Sauce vor. Sie enthält 148 ml und ist im Shop zur Zeit für 6,90 Euro bestellbar. Die Flasche enthält weniger Warnhinweise als das Chili-Pulver, was aber wohl auch an der geringeren Größe liegt. Zumal die Verpackung auch eher nebensächtlich ist, auf den Inhalt kommt es schließlich an.
Und der hat es wirklich in sich: Extrem scharf, pur ist diese Soße eigentlich kaum zu genießen. Zumindest sollte sie erstmal gaaaanz vorsichtig probiert werden
. Die Soße schmeckt -was man neben der Schärfe zumindest so herausschmeckt- eher würzig als fruchtig und hat keinen extremen Essiggeschmack, wie ihn beispielsweise Tabasco hat.

Die Soße enthält zwar einige “E”-Nummern (Essigsäure, Verdickungsmittel und Zitronensäure) ist aber frei von Geschmacksverstärkern und enthält ansonsten nur natürliche Zutaten, wie beispielsweise Chilis, Tomatenmark und Gewürze.
Laut Aufdruck soll die Soße keine Kalorien und kein Fett enthalten, was auf Grund des enthaltenen Pflanzenöls etwas seltsam erscheint. Da sich die Angabe aber auf eine Portionsgröße von 1,5 Gramm bezieht, kann es durchaus sein, dass die prozentuale Menge des Öls zu gering ist, um aufgeführt zu werden.
Alles in Allem eine solide Soße, die sich (für mich zumindest) eher zum Würzen als zum pur Genießen eignet.
Aussehen: 




Inhaltsstoffe: 




Geschmack: 




Schärfe: 




Tags: chili, hot sauce
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Geschrieben am 2. August 2009 von Sabine
Der Pfiff der Chilis liegt zweifelsfrei in der Schärfe. Aber warum eigentlich? Mutter Natur lag es sozusagen am Herzen, jedem Lebewesen eine Abwehrfunktion zu geben. Während ein Kaktus Stacheln und eine Rose Dornen hat, setzte die Natur bei den Chilis auf die schärfere Variante. Durch die Schärfe sollte sich die Schote vor den verschiedenen Feinden schützen und sich ungehindert weiter vermehren können.
In den Chilis befindet sich die Substanz Capsaicin. In Hinblick auf die Chemie sind es jedoch mehrere Faktoren, die für die Schärfe der Chilis verantwortlich sind. Vielmehr ist es eine Aneinanderreihung der verschiedensten Substanzen und chemischen Verbindungen, die sich in ihrer Gesamtheit in der Plazentawand und den Scheidewänden befinden.
Während die Schärfe-Substanz Capsaicin zum einen farblos ist, ist sie zum anderen überaus robust. Weder durch das Erhitzen, noch durch das Einfrieren kann man die Chilis von ihrer Schärfe befreien. Nur wenn man vor der Zubereitung das Innere der Chilis entfernt, kann sich die Schärfe unterbinden lassen. Heute kann zwischen zahlreichen Varianten der Chilis unterschieden werden, von denen einige auch ausschließlich durch Züchtungen entstanden sind. Die einzelnen Arten der Chilis sind mit einem unterschiedlichen Schärfegrad ausgestattet, der durch die Menge des Capsaicins geprägt wird. So wurde speziell die Paprika während der Züchtungen von dem Capsaicin und somit auch von der Schärfe befreit.
Tags: capsaicin, chili
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Geschrieben am 19. Juli 2009 von Dennis
Nach längerer Zeit kann ich euch heute mal wieder ein neues scharfes Produkt vorstellen. Es handelt sich um ein Chili-Pulver aus dem Onlineshop von Scovilla.com. Auf der Verpackung wird mit dem “schärfsten Pulver der Welt” geworben und es befinden sich mehrere Warnhinweise auf der Dose (“Achtung: Extrem scharf!”, “Von Kindern fernhalten!”). Für Otto-Normalverbraucher wirkt das eher abschreckend, für echte Chiliheads stellt dies aber eine verlockende Botschaft dar, die es zu überprüfen gilt.
Dragonfire XP
Zuerst zum auffälligsten: der Verpackung. Ich habe das Pulver mit 75 g Inhalt (Preis: 14,90 € im Onlineshop). Es befindet sich in einer ca. zu 2/3 gefüllten, bunt beklebten Plastikdose. Neben dem deutschen Etikett befinden sich auch mehrere englischsprachige Beschreibungen auf der Verpackung. Leider lässt sich das Pulver durch die großen Öffnungen der Dose schlecht dosieren (bzw. muss man gaaanz behutsam würzen) und einen Blick auf den Inhalt kann man auch nicht werfen. Hier wäre eine Glasverpackung mit feineren Öffnungen wie beim Habanero-Gewürz eines anderen Shops die bessere und hochwertigere Wahl gewesen, denn gerade bei solchen Pulvern ist das Essen schnell mal zu scharf geraten.
Am Inhalt gibt es nichts zu meckern: 100 % gemahlene Bhut Jolokia Chilis, die zur Zeit als wohl schärfste Chilis der Welt gelten. Das Pulver hat eine rötliche Färbung und einen intensiven Duft.
Nun aber zum wichtigsten, der Schärfe. Die Werbung spricht von 1.000.000 Scoville-Einheiten, also rund sechs mal mehr als beim eben schon erwähnten Habanero-Pulver. Das Pulver ist auf jeden Fall höllisch scharf und die Warnhinweise auf der Dose sind nicht unbegründet. Pur sollte man die Finger davon lassen und beim Würzen des Essens erstmal mit einer kleinen Prise beginnen und sich an die gewünschte Schärfe herantasten. Mir hat jedenfalls eine kleine Prise im Essen bereits vollkommen ausgereicht. Durch den sparsamen Einsatz hält die 75 g-Dose bei den meisten Leuten sicher ewig, wodurch der Preis auch absolut in Ordnung geht. Auf jeden Fall ist das Dragonfire XP eines der schärfsten Produkte, die ich je probiert hab und die Werbung dafür ist nicht übertrieben.
Fazit: Extreme Schärfe zum vernünftigen Preis. Lediglich die Verpackung könnte verbessert werden.
Aussehen: 




Inhaltsstoffe: 




Geschmack: 




Schärfe: 




(Extrapunkt wegen der extremen Schärfe
)
Tags: bhut jolokia, chili, naga, pulver
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Geschrieben am 18. Juli 2009 von Dennis
Chiliheads sind Personen, denen es nicht scharf genug sein kann. Sie interessiert alles rund um die Themen Anbau, Zubereitung und Verzehr der scharfen Chilischoten. Wo andere Personen schon aufgrund der Schärfe aufgeben, fängt ein echter Chilihead erst an, ein Gericht überhaupt als scharf zu empfinden.
Tags: chili head, chilihead, Glossar
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Geschrieben am 16. Juni 2009 von Sabine
Die wildwachsende Chiltepin, auch Tepin oder Chiltecpin genannt, gilt als Urform der Chili. Weit verbreitet ist die Chiltepin in der Sonora-Wüste und im Süden von Texas und Arizona, sowie in den nördlichen Teilen von Mexiko. Die Verbreitung der Pflanzen findet durch Vögel statt. Die Beeren der Pflanzen werden gern gefressen und die nicht verdauten Samen mit dem Kot wieder ausgeschieden.
Die Geschichte der Tepin reicht bis 9000 Jahre zurück. Schon dort fand Chiltepin ihre Verwendung als Gewürz,- Heil- und auch Wundmittel. Die Tepin gilt bei den verschiedensten Indianerstämmen als heilige Pflanze. Durch Kultivierungen und Züchtung entstanden aus der Chiltepin alle heutigen bekannten Chilisorten, sowie alle nicht scharfen Gemüsepaprika.
Die Chiltepinpflanze lässt sich nicht kultivieren. Anbauversuche endeten mit wenig Erfolg. Die Früchte der Chiltepin werden direkt von den wildwachsenden Sträuchern geerntet. Die Sträucher können bis zu 30 Jahre alt werden und man findet sie hauptsächlich im Schatten großer Bäume. Die Ernte der erbsengroßen Beeren beginnt im September.
Verwendung findet die Chiltepin meist im getrockneten Zustand, als Gewürz von Suppen, Salsas und Fleischgerichten. Chiltepin verleiht den Speisen, durch ihre Schärfe und ihren einzigartigen Geschmack Feuer und Aroma. Chiltepinfrüchte zählen aufgrund der schwierigen Ernte, die kleinen roten Beeren werden mühevoll mit der Hand gepflückt, zu den teuersten Gewürzen der Welt.
Tags: chili, Chiltepin, gewürz, Tepin, Ursprung
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