Die wildwachsende Chiltepin, auch Tepin oder Chiltecpin genannt, gilt als Urform der Chili. Weit verbreitet ist die Chiltepin in der Sonora-Wüste und im Süden von Texas und Arizona, sowie in den nördlichen Teilen von Mexiko. Die Verbreitung der Pflanzen findet durch Vögel statt. Die Beeren der Pflanzen werden gern gefressen und die nicht verdauten Samen mit dem Kot wieder ausgeschieden.

Die Geschichte der Tepin reicht bis 9000 Jahre zurück. Schon dort fand Chiltepin ihre Verwendung als Gewürz,- Heil- und auch Wundmittel. Die Tepin gilt bei den verschiedensten Indianerstämmen als heilige Pflanze. Durch Kultivierungen und Züchtung  entstanden aus der Chiltepin alle heutigen bekannten Chilisorten, sowie alle nicht scharfen Gemüsepaprika.

Die Chiltepinpflanze lässt sich nicht kultivieren. Anbauversuche endeten mit wenig Erfolg. Die Früchte der Chiltepin werden direkt von den wildwachsenden Sträuchern geerntet. Die Sträucher können bis zu 30 Jahre alt werden und man findet sie hauptsächlich im Schatten großer Bäume. Die Ernte der erbsengroßen Beeren beginnt im September.

Verwendung findet die Chiltepin meist im getrockneten Zustand, als Gewürz von Suppen, Salsas und Fleischgerichten. Chiltepin verleiht den Speisen, durch ihre Schärfe und ihren einzigartigen Geschmack Feuer und Aroma. Chiltepinfrüchte zählen aufgrund der schwierigen Ernte, die kleinen roten Beeren werden mühevoll mit der Hand gepflückt, zu den teuersten Gewürzen der Welt.

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